Förderung effizienter Heizungspumpen

Ein neues Förderprogramm macht den Austausch alter Heizungspumpen gegen neue Hocheffizienzpumpen noch lukrativer: 30 Prozent Zuschuss gibt es vom Staat für den Pumpentausch. Welche Anforderungen und Pflichten es dafür gibt und wo der Antrag gestellt wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die wichtigsten Punkte zur Förderung auf einen Blick

  • Name der Förderrichtlinie: „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischem Abgleich“
  • Fördergeber: Bundeswirtschaftsministerium (BMWi)
  • Beantragung: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • Gültigkeit: 1. August 2016 bis 31. Dezember 2020
  • Fördermittel für: Austausch der Heizungspumpe, hydraulischen Abgleich und daran anschließende Optimierungsmaßnahmen
  • Höhe des Zuschusses: 30 Prozent der Gesamtnettokosten
  • Zielgruppe: Privatpersonen und Unternehmen
  • BAFA-Hotline: Unter der Telefonnummer 06196 908-10 01 beantworten Experten Fragen zum Förderprogramm.

Ein Großteil der Heizungspumpen in Deutschland ist ineffizient und entspricht nicht dem Stand der Technik. Moderne, hocheffiziente Pumpen verbrauchen 70 bis 80 Prozent weniger Strom als die Pumpen-Oldtimer. Dass sich der Pumpentausch lohnt, zeigt auch die nebenstehende Infografik: Eine effiziente Pumpe ist ein echter Energiesparer. Deshalb unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium seit August 2016 den Pumpentausch mit der „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischem Abgleich“ und zahlt Verbrauchern einen Zuschuss von 30 Prozent der Gesamtkosten.

Wenn Sie sich also für 400 Euro eine neue Pumpe einbauen lassen, erhalten Sie 120 Euro vom Staat. Damit sparen Sie doppelt: bei den Stromkosten für den Pumpenbetrieb und bei den Anschaffungs- sowie Installationskosten durch die Förderung. Zu beachten ist allerdings, dass die Höhe des Zuschusses anhand des Netto-Rechnungsbetrags ermittelt wird – also ohne Mehrwertsteuer. Maximal 25.000 Euro können ausgezahlt werden. Gefördert wird der Austausch von Umwälzpumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch neue, hocheffiziente Pumpen in bestehenden Heizungssystemen. So soll die Energieeffizienz im deutschen Gebäudebestand erhöht werden.

Wenn Sie sich über Förderungmöglichkeiten eines hydraulischen Abgleichs informieren möchten, dann lesen Sie bitte den Artikel „Förderung für den hydraulischen Abgleich".

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Heizungspumpen-Förderung beantragen: So geht’s

Förderung beantragen in 5 Schritten:


1. Lassen Sie sich von einem Fachhandwerker beraten, ob sich ein Pumpentausch bei Ihnen lohnt.
2. Registrieren Sie sich über das Formular des BAFA.
3. Lassen Sie den Pumpentausch von einem Fachhandwerker ausführen.
4. Reichen Sie die Rechnung innerhalb von 6 Monaten nach der Registrierung beim BAFA ein.
5. Erhalten Sie 30 Prozent Ihrer Nettokosten vom Staat zurück.
Download der Checkliste: In 5 Schritten zur Pumpenförderung (PDF, 75 kB)


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betreut die „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischem Abgleich“. Das BAFA ist also Ihr Ansprechpartner für den Antrag und auch für alle Fragen. Beantragen kann die Förderung mit nur wenigen Ausnahmen jede Privatperson und jedes nicht öffentliche Unternehmen. Unternehmen müssen zusätzlich die De-minimis-Regelungen beachten. Um eine Förderung zu erhalten, müssen Sie sich zunächst über das Formular des BAFA registrieren. Wichtig: Die Registrierung muss erfolgen, bevor die Pumpe bestellt und der Handwerker beauftragt wird.

Nach der Registrierung erhalten Sie per E-Mail eine Eingangsbestätigung mit Ihrer persönlichen Vorgangsnummer. Nun können Sie die alte Pumpe vom Fachhandwerker durch eine effiziente neue Pumpe ersetzen lassen. Vergewissern Sie sich bei der Auswahl der neuen Pumpe, dass diese auch gefördert wird. Eine Produktliste aller förderfähigen Pumpen stellt das BAFA zur Verfügung. Die Kosten für die Pumpe und den Austausch müssen zunächst Sie übernehmen. Erst im Anschluss können Sie die Förderunterlagen beim BAFA einreichen. Dafür wird eine unterschriebene Kopie der auf Sie ausgestellten Rechnung benötigt. Diese muss eine separate Rechnung über die zu fördernde Maßnahme sein. Andere Tätigkeiten wie zum Beispiel Sanitärarbeiten dürfen nicht ausgewiesen sein. Die Unterlagen müssen innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung beim BAFA eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der eingerichteten Website des BAFA. Außerdem stellt das BAFA vier Merkblätter zum Förderprogramm zur Verfügung.

(c) iStock.com/Neustockimages

Fördermöglichkeiten im Zuge eines Pumpentauschs.

Anforderungen und Pflichten

Wie bereits erwähnt, müssen Sie sich in einem ersten Schritt auf der BAFA-Website registrieren. Dann können Sie den Pumpentausch angehen. Die alten Pumpen, die Sie ersetzen möchten, müssen nicht defekt sein und es gibt auch keine Vorgaben zum Energieverbrauch dieser Pumpen. Aber die Heizsysteme, zu denen die Pumpen gehören, müssen seit mehr als zwei Jahren installiert sein. Und für die eingebauten Pumpen ist festgelegt, dass sie in der BAFA-Liste aufgeführt sein müssen und dass sie neu sein müssen, gebrauchte Geräte werden nicht gefördert. Auch nicht gefördert werden alle Arbeiten in Neubauten. Außerdem beinhaltet die Förderrichtlinie die Pflicht, dass „wesentliche Tätigkeiten“ bei der Durchführung der Maßnahmen von Fachleuten auszuführen sind und dass die Pumpen „technisch einwandfrei verbaut“ werden müssen. Dazu gibt die Förderrichtlinie folgende Definition: „Fachkräfte sind insbesondere Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-, Gas- und Wasser-Installateure, oder Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, die ihre Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen haben oder Gewerbetreibende, die über eine Reisegewerbekarte verfügen.“

Das müssen Sie beachten:

  • Der Antrag muss vor Durchführung der Maßnahme gestellt werden.
  • Die neue Pumpe muss förderfähig sein. Dafür stellt das BAFA eine Liste der entsprechenden Pumpen zur Verfügung.
  • Installation von Neu-Geräten, keine gebrauchten Pumpen
  • Einbau der Pumpe muss durch Fachkräfte erfolgen.
  • Einzel-Rechnung erforderlich, die nur förderfähige Maßnahmen enthalten darf.
  • Die tatsächliche Bewilligung erfolgt erst nach Einreichung der Rechnung.

Zuschuss für Pumpentausch und hydraulischen Abgleich

Wie der Name „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischem Abgleich“ schon sagt, umfasst das Programm neben der Förderung des Pumpentauschs auch einen Zuschuss für einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage. Beide Maßnahmen können unabhängig voneinander vorgenommen oder kombiniert werden. Zusätzlich zum hydraulischen Abgleich können Sie sich weitere Optimierungen wie die Installation von Einzelraumtemperaturreglern und voreinstellbaren Thermostatventilen fördern lassen. Diese werden über das gleiche Verfahren beantragt.

Sie haben noch Fragen zum Förderprogramm „Heizungsoptimierung”? Die Experten der BAFA erreichen Sie telefonisch unter 06196 908-10 01. Außerdem finden Sie auf der Website zum Förderprogramm ein Kontaktformular.

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Weitere Fördermöglichkeiten für den Pumpentausch

Die „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischem Abgleich“ ist das wichtigste und lukrativste Programm für den Pumpentausch. Darüber hinaus bietet die KfW eine Förderung für Heizungspumpen im Rahmen von Effizienzmaßnahmen an Wohngebäuden an. So unterstützt das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (430) den Pumpentausch. Wichtig: Sie können den Pumpentauch nur vom BAFA oder der KfW fördern lassen. Eine Kombination beider Förderprogramme ist nicht möglich.

Neben den staatlichen Förderungen wird der Austausch alter Heizungspumpen gegen eine Hocheffizienzpumpe zudem oft von lokalen Anbietern wie Stadtwerken oder Energieagenturen gefördert. Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten erhalten Sie im FördermittelCheck oder mit den Fördermittel-Listen zu Umwälzpumpen und Zirkulationspumpen. Zudem überprüft der PumpenCheck, ob sich ein Pumpentausch für einen bestimmten Haushalt rechnet. Ist dies der Fall, bringt ein Telefonat mit dem Infocenter der KfW schnell Klarheit darüber, welche der zahlreichen KfW-Förderprogramme in Frage kommen.

Das Infocenter der KfW ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr unter der kostenfreien Hotline 0800 539 9002 erreichbar.