Viele Pumpen sind Stromfresser

In Deutschland rotieren etwa 25 Millionen Umwälzpumpen. Viele davon sind bereits älter und nicht regelbar. Das bedeutet, sie arbeiten immer mit der gleichen Drehzahl und können sich nicht dem tatsächlichen Bedarf anpassen. Sie rattern auch weiter, wenn die Thermostatventile zugedreht sind. Selbst im Sommer, wenn eine geringe Pumpenleistung genügen würde, pumpen sie weiter mit Hochdruck. Das ist nicht nur ökologisch sinnlos, es vergeudet auch jede Menge Strom und reißt ein unnötiges Loch in die Haushaltskasse. Ein weiteres Problem: In vielen Heizungskellern sind die Pumpen falsch eingestellt oder überdimensioniert. Es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Die Pumpen arbeiten durchschnittlich mit einer Leistung von 74 Watt, obwohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern heute 15 Watt ausreichen – eine moderne Pumpentechnik vorausgesetzt.

Heizung und Pumpe gehören zusammen

Die Heizung ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. Erst das Zusammenspiel vieler Faktoren sorgt dafür, dass es warm wird, wenn wir die Thermostatventile an den Heizkörpern aufdrehen. Das Herz der Heizungsanlage ist die Heizungspumpe. Ohne sie läuft nichts. Egal ob in Ihrer Wohnung mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Sonne oder Holzpellets geheizt wird – eine kleine Umwälzpumpe transportiert das erwärmte Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Leider ist sie häufig ein wahrer Stromfresser. Betagte Pumpen schlagen in der Stromrechnung schnell mit 100 bis 150 Euro jährlich zu Buche. Zum Vergleich: Ihr Fernseher verbraucht pro Jahr Strom im Wert von 36 Euro. Kühlschrank und Elektroherd benötigen Energie für 63 Euro und 85 Euro (Quelle: Stiftung Warentest).