„ErP ready“-Heizungspumpen

Index statt Label: Seit 2013 werden keine Umwälzpumpen mit Energieeffizienzlabel und den Abstufungen von „A“ bis „G“ auf den europäischen Markt gebracht. Die neue Orientierungsgröße ist der Energie-Effizienz-Index.

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Heizungspumpe der neuesten Generation

Seit 1. Januar 2013 werden keine Umwälzpumpen mehr mit dem vertrauten Energieeffizienzlabel auf den europäischen Markt gebracht. Die Abstufungen von „A“ bis „G“ wurden durch eine Neuregelung der Ökodesign-EuP/ErP-Richtlinie abgeschafft. Stattdessen gilt für Nassläufer-Pumpen ein Energie-Effzienz-Index (EEI). Nur Umwälzpumpen, die einen EEI-Wert von ≤0,27 einhalten, bekommen seitdem das CE-Zeichen, mit dem sie auf dem europäischen Markt gebracht werden dürfen. Dieser Wert wird beinahe ausschließlich von Hocheffizienzpumpen erreicht und ab dem 1. August 2015 zudem auf  ≤ 0,23 verschärft. Richtlinienkonforme Modell sind jetzt mit dem Kürzel „ErP ready“ gekennzeichnet.

Aus den Regalen vieler Großhändler sind Standard-Umwälzpumpen bereits verschwunden. Allerdings dürfen vorrätige Standard-Modelle weiterhin verbaut werden. Bei einer Neuinstallation oder einem Austausch sollten Verbraucher daher möglichst nur Hocheffizienzpumpen verbauen lassen. Wer den Überblick über EEI, ErP und Co. behalten will, muss jedoch kein Experte für EU-Recht sein. Wer seine Pumpe tauschen will, sollte lediglich auf ein paar Details achten.

Welche Heizungspumpe ist die richtige?

Durch die Ökodesign-Richtline hat sich das Angebot an Umwälzpumpen bereits 2013 deutlich verbessert. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die eine oder andere Standard-Pumpe noch auf Lager liegt und günstig angeboten wird. Ein attraktiver Einkaufspreis kann jedoch spätestens mit der nächsten Stromrechnung zum Ärgernis werden. Um solche Fehler von Anfang an auszuschließen, ist es nicht zwingend erforderlich, sich detailliert mit den Paragraphen der EU-Richtlinie auseinanderzusetzen. Verbraucher sollten vor allem wissen: Selbst das effizienteste Modell kann nur dann optimale Einsparungen erzielen, wenn es den Bedingungen der Heizanlage angepasst und richtig dimensioniert ist. In den meisten Fällen sind die Heizungspumpen in deutschen Kellern jedoch überdimensioniert. Sofern es nicht bekannt ist, sollte der Hausbesitzer vor dem Austausch vom Fachmann prüfen lassen, welcher Leistungsbereich für die Heizanlage notwendig ist. Anschließend sollten die Eigenschaften der neuen Hocheffizienzpumpe unter die Lupe genommen werden.

„Best in Class“-Heizungspumpen sind die sichere Wahl

Bereits heute existieren für Ein- und Zweifamilienhäuser Modellreihen verschiedener Hersteller, die nicht nur die aktuellen Vorgaben der EU erfüllen, sondern sogar deutlich darüber hinausgehen. Einige Heizungspumpen-Modelle unterschreiten sogar heute schon den Grenzwert von ≤ 0,20, der bei der Umsetzung der Ökodesign-Richtline als „Best in Class“ definiert wurde. Daher sind Verbraucher, die sich für Pumpenmodelle mit dem Zusatz „Best in Class“ entscheiden können, auf der sicheren Seite. In jedem Fall sollte jedoch der Zusatz „ErP ready“ auf der Pumpe kenntlich sein. Hinsichtlich der Anschaffungskosten liegen Heizungspumpen der Kategorien „ErP ready“ oder „Best in Class“ oft nur wenig über den Preisen für ältere Modelle. Je nach Alter und Effizienzunterschied gleicht sich dies aber schon nach kurzer Zeit durch die deutlich verminderten Stromkosten aus.

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Förderung von Heizungspumpen: Änderungen durch die neue Ökodesign-Richtlinie

Bislang war es so: Im Rahmen von Förderprogrammen der KfW Bank und des BAFA erhielten Hauseigentümer bis 2012 nur dann Geld, wenn die neu installierte Heizungsumwälzpumpe eine Hocheffizienzpumpe mit dem Energieeffizienzlabel „A“ war. Aufgrund der Neuregelung der Richtlinie fallen diese Energieeffizienzklassen seit 2013 weg. Alle Umwälzpumpen, die als Hocheffizienzpumpen im Sinne der staatlichen Förderprogramme gelten, müssen seit  Januar 2013 einen Energieeffizienzindex EEI von  ≤ 0.27 und ab dem 01. August 2016 einen EEI von ≤ 0.20 einhalten. Die Richtlinie betrifft alle externen Nassläufer-Umwälzpumpen mit einer hydraulischen Leistung von 1 bis 2.500 kW. In einem separaten Artikel finden Sie weitere Informationen zur Förderung von Heizungspumpen.

Autor: Sebastian Lambeck

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